Auszug aus der Emil-Figge-Straße – Teil 1

Vergangenen Samstag haben wir mit dem Auszug aus der Emil-Figge-Straße begonnen.

Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es eine dicke Schippe Schnee mit anhaltenden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Um 10 Uhr reisten Daniel und David mit dem gemieteten Transporter aus Schwerte an und wurden in der Emil-Figge-Straße von Michael und Matthias empfangen. Kurze Zeit später befanden sich zwei Schränke, ein Teil des Sofas, einige Stühle und diverse Kleinteile im Transporter.

Bei der ersten Fuhre gab es ein Problem. Wir kamen mit dem beladenen Transporter, aufgrund der Schnee- und Eisschicht, den Hang nicht hoch. Nachdem wir alle zusammen den Hang von Schnee und Eis befreit haben, konnten wir die Fahrt aufnehmen.

Am Zielort angekommen begannen wir mit dem Ausladen des Transporters und dem Einlagern der Sachen. Nur das Regal konnten wir bei der ersten Fuhre nicht aufbauen…irgendjemand hatte die Schrauben und Bolzen vergessen :-).

Zur Mittagszeit legten wir eine schöpferische Pause ein und stärkten uns bei einer namenhaften, amerikanischen Fastfood-Kette :-).

Nach der Pause legten wir eine letzte Fuhre ein und kehrten leicht erschöpft zu Hause ein.

Mit neuem Vorstand der Zukunft entgegen

Daniel Heß übergibt Verein symbolisch, in Form des Vereinslogos ausgedruckt auf Papier, an den neuen Vorsitzenden David Mika
Symbolische Übergabe des Vereins (von links: Daniel Heß, David Mika)

Am 9. Februar 2010 fand die 17. ordentliche Mitgliederversammlung des PING e.V. statt. Neben den Berichten des Vorstandes, des Kassierers und der Weiterbildungskoordination wurde vor allem über die Zukunft des Vereins im kommenden Vereinsjahr gesprochen, in die der Verein mit einem neu gewählten Vorstand startet.

Einen ersten Ausblick auf die Aufgaben des kommenden Jahres zeichnete der Bericht des Vorstandes. Sitzungsleiter Daniel Heß offenbarte den anwesenden Mitgliedern, dass ein Zurück in die im Juni 2008 überschwemmten Vereinsräume in der Emil-Figge-Straße nicht möglich ist. Vielmehr berichtet er, dass der Verein und das Vereinsleben nach dem Umzug in die neuen Räume in der Joseph-von-Fraunhofer-Straße im letzten Jahr eine kleine Renaissance erlebt hat. Neben der Hotline finden in diesen Räumen nun auch die Weiterbildungsveranstaltungen wieder regelmäßig statt.

Nachdem über den aktuellen Stand des Vereins berichtet wurde, stand die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Die 21 zu diesem Zeitpunkt anwesenden Mitglieder kamen nach einigen spannenden Wahlgängen zu folgendem Ergebnis:

Vorsitzender David Mika
Stellvertretender Vorsitzender Bodo Bellut
Stellvertretender Vorsitzender Andreas Cabalzar
Kassierer Daniel Borgmann
Beisitzer Matthias Wawrzik
Beisitzer Bernd Pißny
Beisitzer Martin Wodrich
Gruppenfoto des Vorstandes 2010
Hintere Reihe von links nach rechts: Bodo BellutMittlere Reihe von links nach rechts: David Mika, Andreas Cabalzar und Martin WodrichVordere Reihe von links nach rechts: Bernd Pißny, Matthias Wawrzik und Daniel Borgmann

Der neue Vorsitzende David Mika sieht den Umzug der Technik und der damit verbundenen Kündigung der alten Vereinsräume als ersten Punkt auf der Agenda des neuen Vorstandes. Zusammen mit der Suche nach einem neuen Heim für Büro und Weiterbildung soll der Verein so für die Zukunft gerüstet werden und den aktiven Mitgliedern noch mehr Sicherheit bei der Planung und Durchführung der Vereinsaktivitäten bieten. Alle Mitglieder, die aktiv an der Planung dieser Schritte teilnehmen möchten, sind herzlich zur Teilnahme an den Vorstandssitzungen des Vereins eingeladen. Die Vorstandssitzungen finden immer am ersten Dienstag und dritten Montag in den Vereinsbüros in der Joseph-von-Fraunhofer-Straße 20 ab 18:30 Uhr statt.

PING öffnet Hackcenter zum 26C3 des CCC

Zum 26. mal lud der Chaos Computer Club, vom 27. Dezember 2009 bis zum 30. Dezember 2009, zu seinem Chaos Communication Congress nach Berlin ein. Die Einrichtung von so genannten lokalen Hackcentern war jedoch neu in diesem Jahr. Wir vom PING e.V. fanden die Idee gut und wollten uns daran beteiligen. Nachdem wir die Zusage für einen Raum in der Emil-Figge-Str. 85 (Standort unseres Rechenzentrums) erhalten haben, meldeten wir uns offiziell im 26C3 Wiki als lokales Hackcenter für Dortmund an.

Den angemieteten Raum richteten wir in den Abendstunden des 26. Dezember 2009 für uns passend ein. Erste Netzwerkkabel wurden zwischen unserem Rechenzentrum und dem Hackcenter verlegt, Beamer, Notebook und Netzwerk-Switche getestet. Die Teilnahme am Kongressnetzwerk ermöglichte uns das VPN, welches sämtliche Hackzentren mit dem Kongress in Berlin verband. Nachdem die IT-Infrastruktur stand, statteten wir den Raum mit Stühlen, Sofa und Beleuchtung aus.

Am darauf folgendem Tag öffneten wir um 11 Uhr das Hackcenter und verfolgten den ersten Vortrag auf der Leinwand. In den Pausen zwischen den Vorträgen bauten wir eine Amateurfunkstation für Kurzwelle und Ultrakurzwelle auf, um mit der Welt sprechen zu können. Für nicht-Funkamateure hatten wir ein Ausbildungsrufzeichen vorliegen, damit Interessierte auch Funkbetrieb durchführen konnten. Bei Aufbau der Kurzwellenantenne mussten wir etwas improvisieren um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Ein Baum und eine alte, verrostete Gewindestange dienten uns als Antennenträger für die Kurzwellenantenne. Leider hatten wir nicht viel Zeit gehabt und gefunden um ausgiebig Funkbetrieb durchführen zu können.

Im weiteren Verlauf des Tages, begleitet von den Vorträgen, bauten wir unsere Elektronikbastelecke auf. Mit selbstgeätzten Platinen und einem Sack voller Bauteile begannen wir in zwei Teams mit dem Aufbau von fnordlichtern.

Abends stieg nicht nur die Besucherzahl weiter an, sondern auch unser Hunger. Kurzer Hand deckten wir uns mit wertvoller, ausgewogener Kost bei unserem Pizzaservice ein :-). Nach dem letzten Vortrag, gegen 1 Uhr, verließen die letzten Besucher das Hackcenter und erholten sich ein paar Stunden im Bett.

Am zweiten Tag des Kongresses öffneten wir erneut ab 11 Uhr unser Hackcenter. In den ersten Stunden war es etwas ruhig, daher arbeiteten wir weiter an den fnordlichtern und guckten die Vorträge weiter an. Die Pausen zwischen den Vorträgen füllten wir mit kurzen, sportlichen Spieleinlagen auf einer Wii. Das war eine gelungene Abwechslung zum Sitzen und Denken.

Passend zum Hackcenter gab es frisches Schinkenmett (Gehacktes :-) ) mit Zwiebel und Brötchen. Zum Abend hin füllte sich unser Hackcenter mit weiteren Mitgliedern und nicht-Mitgliedern. Bei Speis, Trank und den Vorträgen aus Berlin fand zwischen den Anwesenden reger Erfahrungsaustausch statt. Nach den vielen technischen Vorträgen und Gesprächen trainierten wir sogar unsere Lachmuskeln und schauten gespannt beim „Hacker Jeopardy“ zu.

Im Anschluss der Veranstaltung, es muss nach 2 Uhr gewesen sein, begannen wir mit dem Abbau des Hackcenters um den Raum wieder zurück übergeben zu können. Durchs verschneite Dortmund ging es dann mit dem Auto rutschend nach Hause.

Es hat eine Menge Spaß gemacht, so dass wir zum 27C3 wieder ein Hackcenter in Dortmund eröffnen wollen. Vielleicht dann über den gesamten Kongress.